Seit 1938

GASTGEBER MIT HERZ

Aus Tradition gewachsen

Neun Jahrzehnte ...

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… voller Geschichte und Geschichten

Die Familie Dodel kann auf eine lange Geschichte im Bereich der Gäste-betreuung und dem Tourismus in Oberstdorf zurückblicken, welche im Jahr 1938 begann und teilweise von tiefen Schicksalsschlägen geprägt war. Vom Gepäckbetrieb zum 4-Sterne-Landhaus, so könnte man die Geschichte unseres Hauses kurz zusammenfassen. Was aber von Beginn an über allem stand: Herzlichkeit, Gastlichkeit und Liebe fürs Detail. Wir blicken demütig auf das von unseren Eltern und deren Eltern geleistete zurück und möchten diese Geschichte hier mit Stolz weitererzählen.

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2020

2020

Geburt von Sebastian Jonas Dodel

Verantwortung übernehmen für die nächste Generation

Am 16. Mai 2020 erblickte der kleine Sebastian Jonas Dodel mit einem Gewicht von 3370 kg und einer Größe von 52 cm gesund und munter das Licht der Welt. Die stolzen Eltern möchten Ihrem neugeborenen Sohn und damit der nächsten Generation eine intakte Umwelt hinterlassen. Aus diesem Grund haben sich Ina und Stefan Dodel zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Betriebsweise des Landhauses entschieden.

Das Landhaus Dodel wird seit Ende 2020 aus energetischer Sicht fast vollständig mit regenerativen Energien betrieben. Die Stromversorgung übernimmt seit 2019 die hauseigene Photovoltaikanlage mit Stromspeicher. Zudem wurde im gleichen Jahr eine vollumfassende Wärmedämmung inkl. neuer hochwertiger Fenster mit Dreifachverglasung installiert. Ende 2020 kommt nun eine Luft-Wasser-Wärmepumpe hinzu, die das Warmwasser im Haus erzeugt. Nur im Winter muss zur Unterstützung die zentrale Gasheizung hinzugeschaltet werden, die ausschließlich mit Gas aus regenerativen Energien betrieben wird.

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Photovoltaikanlage

2020

2016-2019

Die Jungen setzen das Werk fort

Umbau des Landhauses

Nach mehr als 40 Jahren in der Gästevermietung entschieden sich Wilhelm und

Elisabeth Dodel 2016 dazu, in ihren wohlverdienten Ruhestand zu gehen und übergaben das Landhaus an ihren Sohn Stefan und das Gästehaus an ihren Sohn Markus. Stefan und seine Frau Ina steckten, wie ihre Eltern zuvor, ihr Herzblut in die Vermietung. Um das Landhaus noch schöner zu gestalten, entschieden Sie sich im Frühjahr 2019 dazu, das Landhaus zu renovieren und auszubauen.

Die alten Möbel wurden aber nicht entsorgt sondern konnten an andere Vermieter weitergegeben werden, die sich darüber sehr freuten. Die Bauarbeiten begangen Anfang März 2019 und dauerten bis Ende Mai 2019.

 

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2016-2019

2007-2010

Strukturwandel

Erwerb des Landhauses

In der weiteren Zeit änderte sich die Nachfrage von kleinen Gästezimmern hin zu immer größeren und besser ausgestatten Wohnungen. Auch der soziale Kontakt zwischen Gast und Gastgeber wandelte sich: Der Wunsch der Gäste nach Anonymität und Ungebundenheit wuchs. Um diesem Wandel der Zeit gerecht zu werden, wurden die bestehenden Gästezimmer zu Ferienwohnungen zusammengelegt und der Frühstücksservice wurde eingestellt.

Da das Vermietungsgeschäft weiter florierte weiteten unsere Eltern ihre Kapazitäten aus und kauften im Jahr 2007 das kleine Landhaus in der Speichackerstraße 17 in Oberstdorf. Es sollte sich später zeigen, dass dies eine wertvolle Investition in die Zukunft unserer Familie war.

Drei Jahre später verstarb dann unsere Großmutter im hohen Alter von 98. Wir verdanken unserer Fanny sehr viel, denn Sie hat den Grundstein für die Familie Dodel in Oberstdorf gelegt und hat zudem gegen alle Widrigkeiten zum Trotz etwas aufgebaut von dem die nachfolgenden Generationen profitieren dürfen. Vielen Dank dafür Fanny. Wir werden Dich nie vergessen.

Badezimmer

Wohnraum



2007-2010

1989

1989

Einstellung des Gepäcktranpsorts

Unerwartete Schicksalsschläge

Im Jahr 1989 lagerte die Deutsche Bahn den Gepäckservice komplett aus und stellte den Transport der Koffer von der Schiene auf die Straße um. Dies hatte zur Folge, dass Gäste, die mit der Bahn in den Urlaub reisten, nicht mehr ihre Koffer direkt vor Reiseantritt am Startbahnhof aufgeben konnten, um anschließend ihre Koffer am Zielbahnhof von einem Gepäcklieferunternehmen, wie jenes von Wilhelm Dodel Jr., ins Hotel bzw. Gästehaus bringen zu lassen. Durch diese Neuausrichtung der Deutschen Bahn wurden solche Gepäcklieferunternehmen ihrer Existenzgrundlage beraubt. Auch unser Vater Wilhelm Dodel Jr. musste folglich sein Gepäckträger-Gewerbe aufgeben. Die damals aus der Not geborene Gästevermietung stellte plötzlich das Hauptstandbein für unsere Eltern dar, mit welcher sie ihren Lebensunterhalt finanzieren mussten.

Nach wenigen Jahren der Abstinenz vom Koffertransport erwachte in unserem Vater aber wieder die Sehnsucht danach und er entschied sich kurzer Hand ins Taxi-Gewerbe einzusteigen. Hierdurch erhielt er die Chance neben dem Gepäck der Gäste auch die Gäste selber zum Bestimmungsort transportieren zu dürfen.

Neben der gezwungenen Einstellung des Gepäcktransportes musste unsere Familie in kurzer Zeit einen weiteren schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Mit gerade einmal 45 Jahren wurde Johanna Dodel nach schwerer Krankheit aus unserer Mitte gerissen. Nachdem unsere Oma Franziska Dodel bereits zwei Ehemänner in Folge des Krieges verloren hatte, musste sie auch ihre Tochter zu Grabe tragen.

1989

1978-1984

Die nächste Generation übernimmt

Nachwuchs in der Familie Dodel

Nach dem Umbau hatte das Gästehaus insgesamt 12 Gästezimmer in unterschiedlichen Größen. Im Erdgeschoss wurde zudem ein Aufenthaltsraum für die Gäste eingerichtet, in welchem morgens das Frühstück serviert wurde und welches ansonsten als Fernsehzimmer genutzt werden konnte. Denn damals waren die Zimmer noch mit keinen eigenen TV-Geräten ausgestattet und so traf man sich abends zum gemeinsamen Fernsehschauen oder zu Brettspielen.

1978 kam mit Markus und dann 1984 mit dem zweiten Sohn Stefan bei den Dodels gleich doppelt Nachwuchs ins Haus. Währenddessen zog sich unsere Großmutter mit 67 Jahren immer mehr aus dem Geschäftsleben zurück und übergab den Gepäckträgerbetrieb an ihren Sohn Wilhelm Dodel Jr.

Viele Gäste, die bei den Anfängen des Gästehauses mit dabei waren, sind uns auch über die weiteren Jahre hinweg treu geblieben und durften das Heranwachsen der nächsten Generation miterleben. Es entstanden zuweilen enge Freundschaften mit unseren Gästen, die zum Teil noch heute bestehen.

 

 

1978-1984

1975

Tourismusboom

Umbau des Gästehauses

Obwohl im Jahre 1930 der Oberstdorfer Fremdenverkehr bei rund 5.000 Gästebetten bereits über 600.000 Übernachtungen im Jahr verbuchen konnte, erfuhr dieser in den Nachkriegsjahren einen weiteren starken Zuwachs. Durch das Wirtschaftswunder in Deutschland nahm der Tourismus immer mehr zu, so dass die früher beim Koffertransport benutzten Dreiräder nicht mehr ausreichten und ersatzweise ein kleiner motorisierter Transporter angeschafft werden musste, um die Stückzahlen bewältigen zu können.

Wilhelm Dodel Jr. heiratete 1975 unsere Mutter Elisabeth (geb. Szerney), die im Alter von 17 aus Serbien nach Deutschland gekommen war. Da Elisabeth in Oberstdorf einige Jahre in der Gastronomie gearbeitet hatte, fühlte Sie sich von Anfang an in der Betreuung der Gäste im Gästehaus sichtlich wohl und fand in der Gästezimmervermietung Ihre Berufung.

Durch die stetig ansteigende Nachfrage an Gästezimmern in Oberstdorf entschieden sich unsere Eltern 1975 das Gästehaus auszubauen und umfassend ins Vermietungsgeschäft einzusteigen.

1975

1963

1963

Beginn der Vermietung

Aus der Not geboren

Franziska Dodel verlor Ihren ersten Mann Johann Dodel, welcher sein Leben an der Ostfront opfern musste, im Kriegsjahr 1944. Erst 6 Jahre zuvor waren beide gemeinsam ins Gepäckträger-Gewerbe eingestiegen und hatten sich somit Ihr gemeinsames Standbein im Leben aufgebaut. Als sein Bruder Wilhelm Dodel kurz darauf zum Genesungsurlaub nach Oberstdorf kam, verliebte sich dieser in seine Schwägerin. Er heiratete unsere Großmutter, nachdem er 1946 aus russischer Gefangenschaft zurückkehrte.

Nach 18 Jahren verlor Franziska Dodel aber auch Ihren zweiten Mann. Kaum ein Jahr nachdem sich beide Ihren Traum von einem eigenen kleinen Häuschen schwer erarbeitet hatten, erlag Wilhelm Dodel den Folgen seiner Gelbsucht- und Malariaerkrankung, mit der er aus dem Krieg heimgekehrt war. Nun musste sie mit ihrem 14jährigen Sohn (Wilhelm Dodel Jr.) und ihrer 16 jährigen Tochter (Johanna Dodel) alleine eine dreiköpfige Familie unterhalten und das Geld zur Abzahlung des Häuschens mit Koffertragen verdienen.

Um irgendwie über die Runden zu kommen, wurden zusätzlich drei Zimmer in dem kleinen Häuschen in der Hans-Besler-Straße an Gäste vermietet.

Lesen Sie mehr hierzu in dem Zeitungsartikel über unsere Großmutter Franziska Dodel.

1963

1938-1979

Gepäcktransport

Unsere Großmutter Franziska Dodel

Angefangen hat alles mit unserer Großmutter Franziska Dodel, die zusammen mit ihrem Mann Johann Dodel ins Gepäckträger-Gewerbe einstieg und sich mehr als 40 Jahre lang ihr Geld mit Koffertragen verdiente. Von 1938 bis 1979 war sie mit dem Messingschild „Gepäckträger“ auf ihrer Dienstmann-Mütze für die Einheimischen im Dorf und die Oberstdorfer Gäste eine Art Institution, weithin bekannt für ihren unermüdlichen Fleiß und ihre für eine Frau ungewöhnliche Muskelkraft.

Lesen Sie mehr hierzu in dem Zeitungsartikel über unsere Großmutter ranziska Dodel.

1938-1979

2020

2020

Geburt von Sebastian Jonas Dodel

Verantwortung übernehmen für die nächste Generation

Am 16. Mai 2020 erblickte der kleine Sebastian Jonas Dodel mit einem Gewicht von 3370 kg und einer Größe von 52 cm gesund und munter das Licht der Welt. Die stolzen Eltern möchten Ihrem neugeborenen Sohn und damit der nächsten Generation eine intakte Umwelt hinterlassen. Aus diesem Grund haben sich Ina und Stefan Dodel zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Betriebsweise des Landhauses entschieden.

Das Landhaus Dodel wird seit Ende 2020 aus energetischer Sicht fast vollständig mit regenerativen Energien betrieben. Die Stromversorgung übernimmt seit 2019 die hauseigene Photovoltaikanlage mit Stromspeicher. Zudem wurde im gleichen Jahr eine vollumfassende Wärmedämmung inkl. neuer hochwertiger Fenster mit Dreifachverglasung installiert. Ende 2020 kommt nun eine Luft-Wasser-Wärmepumpe hinzu, die das Warmwasser im Haus erzeugt. Nur im Winter muss zur Unterstützung die zentrale Gasheizung hinzugeschaltet werden, die ausschließlich mit Gas aus regenerativen Energien betrieben wird.



2020

2016-2019

Die Jungen setzen das Werk fort

Umbau des Landhauses

Nach mehr als 40 Jahren in der Gästevermietung entschieden sich Wilhelm und

Elisabeth Dodel 2016 dazu, in ihren wohlverdienten Ruhestand zu gehen und übergaben das Landhaus an ihren Sohn Stefan und das Gästehaus an ihren Sohn Markus. Stefan und seine Frau Ina steckten, wie ihre Eltern zuvor, ihr Herzblut in die Vermietung. Um das Landhaus noch schöner zu gestalten, entschieden Sie sich im Frühjahr 2019 dazu, das Landhaus zu renovieren und auszubauen.

Die alten Möbel wurden aber nicht entsorgt sondern konnten an andere Vermieter weitergegeben werden, die sich darüber sehr freuten. Die Bauarbeiten begangen Anfang März 2019 und dauerten bis Ende Mai 2019.

 

 

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2016-2019

2007-2010

Strukturwandel

Erwerb des Landhauses

In der weiteren Zeit änderte sich die Nachfrage von kleinen Gästezimmern hin zu immer größeren und besser ausgestatten Wohnungen. Auch der soziale Kontakt zwischen Gast und Gastgeber wandelte sich: Der Wunsch der Gäste nach Anonymität und Ungebundenheit wuchs. Um diesem Wandel der Zeit gerecht zu werden, wurden die bestehenden Gästezimmer zu Ferienwohnungen zusammengelegt und der Frühstücksservice wurde eingestellt.

Da das Vermietungsgeschäft weiter florierte weiteten unsere Eltern ihre Kapazitäten aus und kauften im Jahr 2007 das kleine Landhaus in der Speichackerstraße 17 in Oberstdorf. Es sollte sich später zeigen, dass dies eine wertvolle Investition in die Zukunft unserer Familie war.

Drei Jahre später verstarb dann unsere Großmutter im hohen Alter von 98. Wir verdanken unserer Fanny sehr viel, denn Sie hat den Grundstein für die Familie Dodel in Oberstdorf gelegt und hat zudem gegen alle Widrigkeiten zum Trotz etwas aufgebaut von dem die nachfolgenden Generationen profitieren dürfen. Vielen Dank dafür Fanny. Wir werden Dich nie vergessen.

Küche

Badezimmer

Wohnraum

Wohnraum

 
2007-2010

1989

1989

Einstellung des Gepäcktranpsorts

Unerwartete Schicksalsschläge

Im Jahr 1989 lagerte die Deutsche Bahn den Gepäckservice komplett aus und stellte den Transport der Koffer von der Schiene auf die Straße um. Dies hatte zur Folge, dass Gäste, die mit der Bahn in den Urlaub reisten, nicht mehr ihre Koffer direkt vor Reiseantritt am Startbahnhof aufgeben konnten, um anschließend ihre Koffer am Zielbahnhof von einem Gepäcklieferunternehmen, wie jenes von Wilhelm Dodel Jr., ins Hotel bzw. Gästehaus bringen zu lassen. Durch diese Neuausrichtung der Deutschen Bahn wurden solche Gepäcklieferunternehmen ihrer Existenzgrundlage beraubt. Auch unser Vater Wilhelm Dodel Jr. musste folglich sein Gepäckträger-Gewerbe aufgeben. Die damals aus der Not geborene Gästevermietung stellte plötzlich das Hauptstandbein für unsere Eltern dar, mit welcher sie ihren Lebensunterhalt finanzieren mussten.

Nach wenigen Jahren der Abstinenz vom Koffertransport erwachte in unserem Vater aber wieder die Sehnsucht danach und er entschied sich kurzer Hand ins Taxi-Gewerbe einzusteigen. Hierdurch erhielt er die Chance neben dem Gepäck der Gäste auch die Gäste selber zum Bestimmungsort transportieren zu dürfen.

Neben der gezwungenen Einstellung des Gepäcktransportes musste unsere Familie in kurzer Zeit einen weiteren schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Mit gerade einmal 45 Jahren wurde Johanna Dodel nach schwerer Krankheit aus unserer Mitte gerissen. Nachdem unsere Oma Franziska Dodel bereits zwei Ehemänner in Folge des Krieges verloren hatte, musste sie auch ihre Tochter zu Grabe tragen.

1989

1978-1984

Die nächste Generation übernimmt

Nachwuchs in der Familie Dodel

Nach dem Umbau hatte das Gästehaus insgesamt 12 Gästezimmer in unterschiedlichen Größen. Im Erdgeschoss wurde zudem ein Aufenthaltsraum für die Gäste eingerichtet, in welchem morgens das Frühstück serviert wurde und welches ansonsten als Fernsehzimmer genutzt werden konnte. Denn damals waren die Zimmer noch mit keinen eigenen TV-Geräten ausgestattet und so traf man sich abends zum gemeinsamen Fernsehschauen oder zu Brettspielen.

1978 kam mit Markus und dann 1984 mit dem zweiten Sohn Stefan bei den Dodels gleich doppelt Nachwuchs ins Haus. Währenddessen zog sich unsere Großmutter mit 67 Jahren immer mehr aus dem Geschäftsleben zurück und übergab den Gepäckträgerbetrieb an ihren Sohn Wilhelm Dodel Jr.

Viele Gäste, die bei den Anfängen des Gästehauses mit dabei waren, sind uns auch über die weiteren Jahre hinweg treu geblieben und durften das Heranwachsen der nächsten Generation miterleben. Es entstanden zuweilen enge Freundschaften mit unseren Gästen, die zum Teil noch heute bestehen.

 

1978-1984

1975

Tourismusboom

Umbau des Gästehauses

Obwohl im Jahre 1930 der Oberstdorfer Fremdenverkehr bei rund 5.000 Gästebetten bereits über 600.000 Übernachtungen im Jahr verbuchen konnte, erfuhr dieser in den Nachkriegsjahren einen weiteren starken Zuwachs. Durch das Wirtschaftswunder in Deutschland nahm der Tourismus immer mehr zu, so dass die früher beim Koffertransport benutzten Dreiräder nicht mehr ausreichten und ersatzweise ein kleiner motorisierter Transporter angeschafft werden musste, um die Stückzahlen bewältigen zu können.

Wilhelm Dodel Jr. heiratete 1975 unsere Mutter Elisabeth (geb. Szerney), die im Alter von 17 aus Serbien nach Deutschland gekommen war. Da Elisabeth in Oberstdorf einige Jahre in der Gastronomie gearbeitet hatte, fühlte Sie sich von Anfang an in der Betreuung der Gäste im Gästehaus sichtlich wohl und fand in der Gästezimmervermietung Ihre Berufung.

Durch die stetig ansteigende Nachfrage an Gästezimmern in Oberstdorf entschieden sich unsere Eltern 1975 das Gästehaus auszubauen und umfassend ins Vermietungsgeschäft einzusteigen.

1975

1963

1963

Beginn der Gästezimmervermietung

Aus der Not geboren

Franziska Dodel verlor Ihren ersten Mann Johann Dodel, welcher sein Leben an der Ostfront opfern musste, im Kriegsjahr 1944. Erst 6 Jahre zuvor waren beide gemeinsam ins Gepäckträger-Gewerbe eingestiegen und hatten sich somit Ihr gemeinsames Standbein im Leben aufgebaut. Als sein Bruder Wilhelm Dodel kurz darauf zum Genesungsurlaub nach Oberstdorf kam, verliebte sich dieser in seine Schwägerin. Er heiratete unsere Großmutter, nachdem er 1946 aus russischer Gefangenschaft zurückkehrte.

Nach 18 Jahren verlor Franziska Dodel aber auch Ihren zweiten Mann. Kaum ein Jahr nachdem sich beide Ihren Traum von einem eigenen kleinen Häuschen schwer erarbeitet hatten, erlag Wilhelm Dodel den Folgen seiner Gelbsucht- und Malariaerkrankung, mit der er aus dem Krieg heimgekehrt war. Nun musste sie mit ihrem 14jährigen Sohn (Wilhelm Dodel Jr.) und ihrer 16 jährigen Tochter (Johanna Dodel) alleine eine dreiköpfige Familie unterhalten und das Geld zur Abzahlung des Häuschens mit Koffertragen verdienen.

Um irgendwie über die Runden zu kommen, wurden zusätzlich drei Zimmer in dem kleinen Häuschen in der Hans-Besler-Straße an Gäste vermietet.

Lesen Sie mehr hierzu in dem Zeitungsartikel über unsere Großmutter Franziska Dodel.

1963

1938-1979

Gepäcktransport

Unsere Großmutter Franziska Dodel

Angefangen hat alles mit unserer Großmutter Franziska Dodel, die zusammen mit ihrem Mann Johann Dodel ins Gepäckträger-Gewerbe einstieg und sich mehr als 40 Jahre lang ihr Geld mit Koffertragen verdiente. Von 1938 bis 1979 war sie mit dem Messingschild „Gepäckträger“ auf ihrer Dienstmann-Mütze für die Einheimischen im Dorf und die Oberstdorfer Gäste eine Art Institution, weithin bekannt für ihren unermüdlichen Fleiß und ihre für eine Frau ungewöhnliche Muskelkraft.

Lesen Sie mehr hierzu in dem Zeitungsartikel über unsere Großmutter Franziska Dodel.

 

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1938-1979